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Hausstaubmilbenallergie: Symptome, Ursachen und was wirklich hilft.

Eine Hausstaubmilbenallergie ist eine ganzjährige Allergie gegen Eiweisse im Kot von Hausstaubmilben, die vor allem im Bett vorkommen. Diese Seite erklärt verständlich, wie die Allergie entsteht, woran Sie sie erkennen und mit welchen Massnahmen Sie die Belastung wirksam senken.

Fachlich fundiert Von Ärzt:innen empfohlener Schutz Zuletzt geprüft: Juli 2026

Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?

Eine Hausstaubmilbenallergie ist eine allergische Reaktion auf Eiweisse im Kot von Hausstaubmilben. Die Milben selbst sind harmlos und beissen nicht. Auslöser sind winzige Eiweiss-Partikel, die aus ihrem Kot und ihren Körperresten stammen, zu feinem Staub zerfallen und eingeatmet werden. Das Immunsystem allergischer Menschen stuft diese Eiweisse fälschlich als Bedrohung ein und löst eine Entzündung der Schleimhäute aus. Weil Milben ganzjährig in Matratze, Duvet und Kissen leben, bestehen die Beschwerden das ganze Jahr über, anders als bei einer saisonalen Pollenallergie. Hausstaubmilben gehören zu den häufigsten Auslösern ganzjähriger Atemwegsallergien in der Schweiz.

Kurz gesagt: Nicht die Milbe löst die Allergie aus, sondern ihr Kot. Er wird zu Staub, den Sie nachts über Stunden einatmen, genau dort, wo Sie am längsten liegen.

Woran erkenne ich eine Hausstaubmilbenallergie?

Typische Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie zeigen sich vor allem morgens nach dem Aufwachen und beim Bettenmachen, wenn Staub aufgewirbelt wird. Die häufigsten Symptome sind:

  • Verstopfte oder laufende Nase und häufige Niesattacken, besonders in den ersten Stunden nach dem Aufstehen
  • Gereizte, juckende oder tränende Augen
  • Trockener Reizhusten und das Gefühl, schlecht durchzuatmen
  • Müdigkeit und schlechter Schlaf, weil die Atemwege nachts gereizt sind

Weil die Milben ganzjährig vorkommen, bestehen die Beschwerden dauerhaft und werden oft nicht als Allergie erkannt. Bleibt eine Hausstaubmilbenallergie über Jahre unbehandelt, kann sie sich auf die unteren Atemwege ausweiten und zu allergischem Asthma führen, ein sogenannter Etagenwechsel. Eine sichere Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt, meist mit einem Haut- oder Bluttest.

Wo leben Hausstaubmilben?

Hausstaubmilben leben dort, wo es warm, feucht und nahrungsreich ist, und das ist vor allem das Bett. Sie ernähren sich von feinen Hautschuppen, die der Mensch täglich verliert, und finden in Matratze, Duvet und Kissen ideale Bedingungen. Eine benutzte Matratze kann über die Jahre Millionen von Milben beherbergen. Die Tiere sind mit blossem Auge nicht sichtbar und lassen sich nicht dauerhaft ausrotten. Entscheidend ist deshalb nicht, die Milben zu bekämpfen, sondern die Barriere zwischen ihren Allergenen und Ihrer Atemluft zu schliessen, dort, wo Sie jede Nacht rund acht Stunden verbringen.

Was hilft gegen Hausstaubmilben?

Am wirksamsten ist es, die Allergenbelastung im Schlafzimmer zu senken, weil Sie dort am längsten am Stück den Allergenen ausgesetzt sind. Die anerkannten Massnahmen im Überblick:

  • Milbendichte Encasings verwenden. Bezüge für Matratze, Duvet und Kissen schliessen die Allergene ein und gelten als zentrale, ärztlich empfohlene Massnahme.
  • Bettwäsche heiss waschen. Waschen Sie Leintücher und Bezüge regelmässig bei 60 Grad, das entfernt Allergene zuverlässig.
  • Luftfeuchtigkeit senken. Milben brauchen Feuchtigkeit. Halten Sie die Raumluftfeuchte unter 50 Prozent und lüften Sie mehrmals täglich stossweise.
  • Staubfänger reduzieren. Weniger offene Regale, schwere Vorhänge und Teppiche im Schlafzimmer bedeuten weniger Rückzugsraum für Milben.

Diese Massnahmen ersetzen keine ärztliche Behandlung, sondern ergänzen sie. Den grössten und dauerhaftesten Effekt bringt die Kombination aus milbendichten Bezügen und der Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wie funktioniert ein Encasing?

Ein Encasing ist ein milbendichter Bezug, der Matratze, Duvet oder Kissen vollständig umschliesst und mit einem Reissverschluss geschlossen wird. Das Gewebe ist so dicht gewoben, dass Milben und ihre Allergene es nicht durchdringen können, während Luft und Feuchtigkeit weiterhin zirkulieren. Dadurch bleiben die Allergene in der Matratze eingeschlossen und gelangen nicht mehr in Ihre Atemluft. Über den Encasing kommt Ihre normale Bettwäsche. Bei Stallergenes Greer ist jede Produktlinie von den Hohenstein Laboratories als «Dust and Dust Mite Barrier» geprüft und OEKO-TEX-zertifiziert, die Schutzwirkung ist also nachgewiesen und nicht nur behauptet.

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Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei einer ärztlich diagnostizierten Hausstaubmilbenallergie beteiligt sich die Krankenkasse in bestimmten Fällen an den Kosten für milbendichte Bezüge. Ob und in welchem Umfang das gilt, hängt von der Diagnose, einer ärztlichen Verordnung und Ihrem Versicherungsmodell ab. Klären Sie das Vorgehen am besten vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und mit Ihrer Krankenkasse und bewahren Sie Rechnung und Verordnung für die Einreichung auf.

So gehen Sie nach der Diagnose vor

1

Diagnose sichern

Lassen Sie die Allergie ärztlich abklären, in der Regel bei einer Allergologin oder einem Allergologen mit Haut- oder Bluttest.

2

Schlafumgebung schützen

Beziehen Sie Matratze, Duvet und Kissen mit milbendichten Encasings. Das Bett ist das grösste Milbenreservoir und der wirksamste Ansatzpunkt.

3

Weitere Massnahmen umsetzen

Bettwäsche heiss waschen, Raumluftfeuchte unter 50 Prozent halten, regelmässig lüften und Staubfänger reduzieren.

4

Ärztliche Therapie besprechen

Besprechen Sie die medikamentöse Behandlung und ob eine Allergen-Immuntherapie für Sie sinnvoll ist.

Praxis-Tipps

9 Tipps für Milbenallergiker

Neben dem milbendichten Bezug helfen im Alltag viele kleine Massnahmen, die Allergenbelastung tief zu halten. Die wichtigsten im Überblick.

1

Schlafzimmer bewusst nutzen

Nutzen Sie das Schlafzimmer nicht als Büro und verzichten Sie in der Wohnung aufs Rauchen. Duschen Sie möglichst am Abend und legen Sie getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ab, denn sie trägt Allergene ins Bett.

2

Möglichst keine Haustiere

Haustiere verschleppen Milben und bieten ihnen zusätzliche Nahrung. Wo möglich, halten Sie Tiere aus dem Schlafzimmer fern.

3

Staubfänger reduzieren

Entfernen Sie möglichst Teppiche und verzichten Sie auf schwere, dicke Vorhänge. Glatte Böden lassen sich deutlich leichter allergenarm halten.

4

Auf das Klima achten

Halten Sie die Temperatur im Schlafzimmer bei 18–22 °C und die Luftfeuchtigkeit bei 40–50 %. Milben brauchen Feuchtigkeit, trockenere Luft bremst ihre Vermehrung.

5

Regelmässig heiss waschen

Waschen Sie Ihre Bettwäsche wöchentlich bei 60 °C. Auch Stofftiere von Kindern gehören regelmässig in die Wäsche, da sich darin ebenfalls Milben ansammeln.

6

Vorsicht mit Zimmerpflanzen

Pflanzen sind Staubfänger und fördern über die feuchte Erde die Schimmelbildung. Im Schlafzimmer halten Sie ihre Zahl deshalb besser gering.

7

Staubsaugen mit Filter

Saugen und entstauben Sie regelmässig, idealerweise mit einem Staubsauger mit HEPA- oder S-Klasse-Filter. So wird der feine Staub nicht wieder in die Raumluft geblasen.

8

Ferien in der Höhe

Ab rund 1'200 m Höhe gibt es kaum noch Hausstaubmilben. Ein Urlaub in den Bergen ist für Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie deshalb besonders angenehm.

9

Schutz auch unterwegs

Nehmen Sie den milbendichten Schutz mit auf Reisen. Unser Reise-Spannbezug der Comfort-Linie sorgt auch im Hotelbett für die gewohnte allergendichte Barriere.

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Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

Häufige Fragen
Was löst eine Hausstaubmilbenallergie aus?+

Ausgelöst wird die Allergie nicht durch die Milbe selbst, sondern durch Eiweisse in ihrem Kot. Dieser trocknet ein und zerfällt zu feinem Staub, der aufgewirbelt und eingeatmet wird. Das Immunsystem allergischer Menschen reagiert auf diese Eiweisse mit einer Entzündung der Schleimhäute. Weil sich Milben ganzjährig in Matratze und Bettwaren halten, treten die Beschwerden das ganze Jahr über auf, oft am stärksten in der Nacht und am Morgen.

Woran erkenne ich eine Hausstaubmilbenallergie?+

Typisch sind eine verstopfte oder laufende Nase, Niesattacken und gereizte, juckende Augen, besonders morgens nach dem Aufwachen und beim Bettenmachen. Weil die Milben ganzjährig vorkommen, bestehen die Beschwerden dauerhaft und nicht nur saisonal wie bei einer Pollenallergie. Unbehandelt kann sich die Allergie auf die unteren Atemwege ausweiten und zu allergischem Asthma führen. Eine sichere Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt.

Was hilft am besten gegen Hausstaubmilben?+

Die wirksamste Einzelmassnahme ist, die Allergenbelastung im Bett zu senken, denn dort verbringen Sie die meisten Stunden am Stück. Milbendichte Encasings für Matratze, Duvet und Kissen schliessen die Allergene ein. Ergänzend helfen wöchentliches Waschen der Bettwäsche bei 60 Grad, eine Raumluftfeuchte unter 50 Prozent, regelmässiges Lüften und weniger Staubfänger im Schlafzimmer. Encasings ersetzen keine ärztliche Behandlung, sondern ergänzen sie.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Encasings?+

Bei ärztlich diagnostizierter Hausstaubmilbenallergie beteiligt sich die Krankenkasse in bestimmten Fällen an milbendichten Bezügen. Ob und in welchem Umfang, hängt von der Diagnose, einer ärztlichen Verordnung und Ihrem Versicherungsmodell ab. Klären Sie das Vorgehen am besten vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse. Bewahren Sie Rechnung und Verordnung für die Einreichung auf.

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