Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?
Eine Hausstaubmilbenallergie ist eine allergische Reaktion auf Eiweisse im Kot von Hausstaubmilben. Die Milben selbst sind harmlos und beissen nicht. Auslöser sind winzige Eiweiss-Partikel, die aus ihrem Kot und ihren Körperresten stammen, zu feinem Staub zerfallen und eingeatmet werden. Das Immunsystem allergischer Menschen stuft diese Eiweisse fälschlich als Bedrohung ein und löst eine Entzündung der Schleimhäute aus. Weil Milben ganzjährig in Matratze, Duvet und Kissen leben, bestehen die Beschwerden das ganze Jahr über, anders als bei einer saisonalen Pollenallergie. Hausstaubmilben gehören zu den häufigsten Auslösern ganzjähriger Atemwegsallergien in der Schweiz.
Kurz gesagt: Nicht die Milbe löst die Allergie aus, sondern ihr Kot. Er wird zu Staub, den Sie nachts über Stunden einatmen, genau dort, wo Sie am längsten liegen.
Woran erkenne ich eine Hausstaubmilbenallergie?
Typische Anzeichen einer Hausstaubmilbenallergie zeigen sich vor allem morgens nach dem Aufwachen und beim Bettenmachen, wenn Staub aufgewirbelt wird. Die häufigsten Symptome sind:
- • Verstopfte oder laufende Nase und häufige Niesattacken, besonders in den ersten Stunden nach dem Aufstehen
- • Gereizte, juckende oder tränende Augen
- • Trockener Reizhusten und das Gefühl, schlecht durchzuatmen
- • Müdigkeit und schlechter Schlaf, weil die Atemwege nachts gereizt sind
Weil die Milben ganzjährig vorkommen, bestehen die Beschwerden dauerhaft und werden oft nicht als Allergie erkannt. Bleibt eine Hausstaubmilbenallergie über Jahre unbehandelt, kann sie sich auf die unteren Atemwege ausweiten und zu allergischem Asthma führen, ein sogenannter Etagenwechsel. Eine sichere Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt, meist mit einem Haut- oder Bluttest.
Wo leben Hausstaubmilben?
Hausstaubmilben leben dort, wo es warm, feucht und nahrungsreich ist, und das ist vor allem das Bett. Sie ernähren sich von feinen Hautschuppen, die der Mensch täglich verliert, und finden in Matratze, Duvet und Kissen ideale Bedingungen. Eine benutzte Matratze kann über die Jahre Millionen von Milben beherbergen. Die Tiere sind mit blossem Auge nicht sichtbar und lassen sich nicht dauerhaft ausrotten. Entscheidend ist deshalb nicht, die Milben zu bekämpfen, sondern die Barriere zwischen ihren Allergenen und Ihrer Atemluft zu schliessen, dort, wo Sie jede Nacht rund acht Stunden verbringen.
Was hilft gegen Hausstaubmilben?
Am wirksamsten ist es, die Allergenbelastung im Schlafzimmer zu senken, weil Sie dort am längsten am Stück den Allergenen ausgesetzt sind. Die anerkannten Massnahmen im Überblick:
- Milbendichte Encasings verwenden. Bezüge für Matratze, Duvet und Kissen schliessen die Allergene ein und gelten als zentrale, ärztlich empfohlene Massnahme.
- Bettwäsche heiss waschen. Waschen Sie Leintücher und Bezüge regelmässig bei 60 Grad, das entfernt Allergene zuverlässig.
- Luftfeuchtigkeit senken. Milben brauchen Feuchtigkeit. Halten Sie die Raumluftfeuchte unter 50 Prozent und lüften Sie mehrmals täglich stossweise.
- Staubfänger reduzieren. Weniger offene Regale, schwere Vorhänge und Teppiche im Schlafzimmer bedeuten weniger Rückzugsraum für Milben.
Diese Massnahmen ersetzen keine ärztliche Behandlung, sondern ergänzen sie. Den grössten und dauerhaftesten Effekt bringt die Kombination aus milbendichten Bezügen und der Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Wie funktioniert ein Encasing?
Ein Encasing ist ein milbendichter Bezug, der Matratze, Duvet oder Kissen vollständig umschliesst und mit einem Reissverschluss geschlossen wird. Das Gewebe ist so dicht gewoben, dass Milben und ihre Allergene es nicht durchdringen können, während Luft und Feuchtigkeit weiterhin zirkulieren. Dadurch bleiben die Allergene in der Matratze eingeschlossen und gelangen nicht mehr in Ihre Atemluft. Über den Encasing kommt Ihre normale Bettwäsche. Bei Stallergenes Greer ist jede Produktlinie von den Hohenstein Laboratories als «Dust and Dust Mite Barrier» geprüft und OEKO-TEX-zertifiziert, die Schutzwirkung ist also nachgewiesen und nicht nur behauptet.
Milbendichte Bezüge für das ganze Bett
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Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei einer ärztlich diagnostizierten Hausstaubmilbenallergie beteiligt sich die Krankenkasse in bestimmten Fällen an den Kosten für milbendichte Bezüge. Ob und in welchem Umfang das gilt, hängt von der Diagnose, einer ärztlichen Verordnung und Ihrem Versicherungsmodell ab. Klären Sie das Vorgehen am besten vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und mit Ihrer Krankenkasse und bewahren Sie Rechnung und Verordnung für die Einreichung auf.
So gehen Sie nach der Diagnose vor
Diagnose sichern
Lassen Sie die Allergie ärztlich abklären, in der Regel bei einer Allergologin oder einem Allergologen mit Haut- oder Bluttest.
Schlafumgebung schützen
Beziehen Sie Matratze, Duvet und Kissen mit milbendichten Encasings. Das Bett ist das grösste Milbenreservoir und der wirksamste Ansatzpunkt.
Weitere Massnahmen umsetzen
Bettwäsche heiss waschen, Raumluftfeuchte unter 50 Prozent halten, regelmässig lüften und Staubfänger reduzieren.
Ärztliche Therapie besprechen
Besprechen Sie die medikamentöse Behandlung und ob eine Allergen-Immuntherapie für Sie sinnvoll ist.